Erlesene Einspielungen

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Erlesene Einspielungen

Beitrag von Rezensent » Mittwoch 14. Februar 2018, 10:55

Mit diesem Thema möchte ich eine Kategorie eröffnen, die das Forum m.E. bereichern kann. Vermag sie unsere Aufmerksamkeit doch auf das unmittelbare Musikleben selbst zu lenken, worum es ja auch im Orgelwesen geht.

Einen ganz besonderen Schatz stellt für mich die 2017 entstandene Einspielung der Bach-Orgel-Triosonate C-Dur mit Wolf Bergelt dar, die an natürlicher Lebendigkeit (Ecksätze), fließender Ruhe (2. Satz), sicherem Tempogefühl und Registrierwahl keine Wünsche offen lässt. Und das Pedal-Fagott im 3. Satz ist eine echte Überraschung, die überzeugt:

https://www.youtube.com/watch?v=RZqM0I9wXNU

Sofia Chilkowski
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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Sofia Chilkowski » Samstag 17. Februar 2018, 16:57

Ist das Ihr Ernst? Dieses lieblose runtergedudel klingt für mich eher, als hätte jemand eine MIDI Datei mit einem billigen Softwaresynthesizer abgespielt. Dieser synthetische Sound macht das geniale Stück zwar nicht kaputt und die Idee mit dem Fagottsound im letzten Satz ist auch ganz nett, aber für mich gibt es deutlich musikalischere Aufnahmen dieses Stücks.
LG
SOFIA

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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Administrator » Samstag 17. Februar 2018, 20:12

Ich gebe zu, mit der Bergelt-Version kann ich mich auch nicht anfreunden.

Wie wäres mit dieser:
https://www.youtube.com/watch?v=H1YBXIWP5XE
oder dieser
https://www.youtube.com/watch?v=jpXQXzRdoAs - ein großartiger Bach-Interpret

bei Walcha finde ich das Tempo angenehm. Viele rasen durch die Bach-Werke so durch, dass muss doch gar nicht sein.



Unsere Familie ist ein großer Freunde der Improvisationen von Kay Johannsen (Die CDs sind klasse! Und auch in unserem Shop zu finden). Was haltet Ihr davon:
https://www.youtube.com/watch?v=j8yOjwUxN_k
Herzliche Grüße

Daniel
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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Rezensent » Montag 19. Februar 2018, 01:19

So verschieden können eben Geschmäcker und Auffassungen sein, nicht nur auf der Zunge. Und das ist ja auch in Ordnung so. Wo der eine Gedudel hört, erfreut sich der andere am lebendigen Drive und über die tänzerische Leichtfüßigkeit. Gerade Bach lässt sich ja sehr verschieden erleben und dadurch auch die Intention. Aus meiner Sicht sind die meisten Ecksätze der Triosonaten echte barocke Tanzmusik, die keinerlei "Sakralisierung" oder manirierte Agogik vertragen, weil dann die tänzerische Freude sofort in den Gliedern erstarrt. Schematische Übertragungen der Spielweise von Choralbearbeitungen oder anderer bachscher Orgelmusik beruhen m. E. auf einem Missverständnis dieser 6 genialen Würfe, die Bach ja übrigens für den damals 13jährigen Friedemann schrieb! Aber was solls, jeder nach seinem Gusto und seiner Facon :).

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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Voceumana » Montag 19. Februar 2018, 20:57

Schreib doch mal ein bisschen mehr zur Einspielung:
Welche Orgel, wo?
Welches Label, damit man die Einspielung auch kaufen kann?
Was ist noch auf der CD?
Außer Interpret und Temperierung steht ja nicht wirklich viel dabei.

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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Rezensent » Dienstag 20. Februar 2018, 10:03

Da bin ich überfragt, weil ich auch nur die Youtube-Fassung kenne. Am besten auf dem Kanal direkt beim Interpreten fragen oder im Institut für Orgelforschung Brandenburg, das ja von Wolf Bergelt betrieben wird:

https://www.orgellandschaftbrandenburg.de/

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Eine Orgel-Hommage an die Pariser Straßenmusiker

Beitrag von Rezensent » Dienstag 20. Februar 2018, 10:56

Hier noch eine schöne Komposition, die m. E. heutige Konzertprogramme bereichern kann:

https://www.youtube.com/watch?v=H1bh0cLG-vA
Zuletzt geändert von Rezensent am Mittwoch 21. Februar 2018, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Voceumana » Dienstag 20. Februar 2018, 15:56

Lieber Rezensent,
Dein Engagement in Ehren, aber ein komisches Geschmäckle hat das schon. Du kommst neu in das Forum, eröffnest gleich eine Kategorie, die dir fehlt, die auf hörenswerte Einspielungen verweisen soll. Dein erster Versuch ist gelinde gesagt ein Rohrkrepierer. Nun stellst du vom gleichen Interpreten eine Aufnahme vor, die ja nun wirklich nicht zum klassischen Repertoire einer CD gehört, und die nach deiner Aussage ein Konzert Programm bereichern soll. Aus meiner Sicht sind Einspielungen und ein Konzertprogramm zwei paar Stiefel. Vielleicht erklärst du mal dein eigentliches Anliegen, und kannst auch ein paar erklärende Worte dafür finden, dass du offenbar gerade diesen einen YouTube Kanal bevorzugt hörst und hier auch bewirbst.

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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Rezensent » Dienstag 20. Februar 2018, 17:24

Pardon, ist es ehrenrührig, wenn ich diese Plattform nutze, um auf etwas hinzuweisen, was mir gefällt, weil es vielleicht auch anderen gefallen könnte? Das sollte doch hier eine Selbstverständlichkeit und Teil der Vielfalt sein oder irre ich mich da? Wenn dem nicht so ist und es einen Kodex geben sollte, wäre es angebracht, ihn so ins Blickfeld zu rücken, dass er für jeden Neuling sofort sichtbar ist.

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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Administrator » Mittwoch 21. Februar 2018, 11:22

Lieber Rezensent,

mach Dir keine Gedanken. Die Geschmäcker sind verschieden und natürlich auch die Wahrnehmung der Musik und der Interpretationen.

Vielleicht kannst Du, wenn Du einen Youtube-Link einstellst, auch schreiben, was Dir daran gefällt, wieso Du gerade darauf kommst. Und natürlich fiel auf, dass es beide Male sehr auffällig nach Werbung aussah (dass muss ja nicht sein). Und ich vermute, es sollte auch nicht nach Werbung für etwas aussehen, bzw. war von Dir nicht so gewollt.

Schreib ruhig weiter, was Dir gefällt und die anderen tun das mit ihren bevorzugten Werken. Und da wir alle erwachsen sind, kann wohl jeder damit tolerant und freundlich umgehen. Das setze ich mal voraus.
Herzliche Grüße

Daniel
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Re: Erlesene Einspielungen

Beitrag von Rezensent » Mittwoch 21. Februar 2018, 17:38

Lieber Daniel,

hab' Dank für den freundlichen und beruhigenden Kommentar. Damit ist für mich klar, dass die Einlassungen einzelner Teilnehmer und die Intention bzw. der Zweck des Forums nicht identisch sind.

Dass der Hinweis auf ganz bestimmte Einspielungen und Interpretationen zugleich auch eine Art (persönlicher) Werbung ist, ist ja zwangsläufig so, aber m. E. gerade deshalb auch ohne jeden negativen Beigeschmack, weil es auf einem solchen Forum nun mal auch um subjektive Vorlieben geht. Das ist dem Wesen der Kunst halt immanent.

Was mir an der Triosonaten-Einspielung gefällt, habe ich ja schon im ersten und auch im zweiten Kommentar geschrieben. Und das war für mich eine Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass der Interpret auch als Komponist Aufmerksamkeit verdient. Ebensogut hätte ich von Arvo Pärt schwärmen können, aber mir lag daran, auch einmal auf weniger Bekanntes hinzuweisen, weil ich - wie viele andere Organisten - immer wieder auf der Suche nach zeitgenössischer Orgelliteratur bin, die empfehlenswert ist. Eigentlich komme ich mir 'n bisschen komisch vor, dass ich mich hier rechtfertigen muss, aber von dir war es ja durchaus wohlwollend gemeint.

Also nichts für ungut und alles Gute weiterhin,

Peter

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Wim van Beek in Groningen

Beitrag von Rezensent » Mittwoch 21. Februar 2018, 18:45

Eine großartige Orgel mit einem ebenso großartigen Organisten, der leider nicht mehr unter uns weilt, aber klingendes Leben hinterlassen hat, das immer wieder anzurühren vermag:

https://www.youtube.com/watch?v=6SlKHLQGkkU

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