Neobarocke Orgeln

Diskussionen rund um Orgelneubau, Orgelrestauration, Register, Technik, usw.
Solcena
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Solcena » Donnerstag 1. September 2016, 22:47

Ronald Henrici hat geschrieben: Selbst die schon 1951 entstandene Orgel in der Musikhalle in Hamburg ließ dank der guten intonation Darbietung romantischer Orgelmusik zu. Es gibt da gute Aufnahmen mit der Organistin Emde-Ossenkoop beim NDR und auf CD. Auch ohne "typisch romantische" Streicherregister u.a..
Die Intonationen machen es möglich!
Gruß
Ronald
Ließ, in der Tat ...

trommet16
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von trommet16 » Freitag 2. September 2016, 16:29

Friedrich Sprondel hat geschrieben: * Mit dem alten Brombaugh hatte ich mal einen unverhofften E-Mail-Wechsel, da hat er berichtet, dass sich Beckerath beim Zungenaufwerfen immer weggedreht hätte. Brombaugh habe mehrmals sehr deutlich werden müssen, ehe Beckerath sich bereit zeigte, ihm sein Verfahren zu zeigen.
Hochinteressant!
Soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann hat Brombaugh das dann aber sehr ordentlich gelernt :D

Ronald Henrici
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Ronald Henrici » Mittwoch 7. Dezember 2016, 20:41

Warum die Orgel in der Musikhalle Hamburg stillgelegt wird, ist klar ! Man hat sie seit Jahren nicht mehr gewartet und gespielt und man verfolgte ein ganz bestimmtes Ziel damit. Sie sollte verrotten, weil in der Elbphilharmonie ein anderes Imnstrument schon in Auftrag war. gezielt an der Verrottung der Musikhallenorgel haben Auftragnehmer und Auftraggeber in gleicher Weise gearbeitet. Denn in einem anderen Konzept wäre die Musikhallenorgel durchaus mit Erweiterungen in die Elbphilharmonie mit eingegangen und mit einbezogen worden.
Gruß
Ronald
he: Orgel spielen heißt:einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Ch.M.Widor)

Solcena
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Solcena » Mittwoch 7. Dezember 2016, 23:19

Entschuldigung, aber ist das Ihr Ernst, was Sie hier von sich geben?

Angesichts Ihres Gegeiferes (zum wiederholten Male!), dieses Mal u.a. gegen eine der renommiertesten deutschen Orgelbaufirmen in einer vollkommen haltlosen Unterstellung, die durchaus justiziablen Charakter annimmt, finde ich es schade, dass der Forenadministrator hier keine Sperre verhängt oder zumindest eine Klarstellung ausspricht. So schaden Sie letzten Endes auch ihm; die Seriösität des Forums leidet erheblich, wenn angesichts der eher wenigen Aktiven hier im Forum von einem Mitschreiber öfters "Beiträge" in einer solchen Qualität kommen.
Zuletzt geändert von Solcena am Freitag 9. Dezember 2016, 09:49, insgesamt 2-mal geändert.

Holger

Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Holger » Donnerstag 8. Dezember 2016, 08:23

Ich würde das ganze jetzt nicht so sehen.

Ich denke dass unser Mitschreiber Ronald Henrici hier lediglich seine persönliche Meinung kund tut.
Und das ist legitim, das darf man.

Er nennt keine Namen und wird nicht persönlich oder greift jemanden direkt an. Ich kann daraus jetzt nicht schließen welche Person oder welches Unternehmen ich hier in Beziehung zu dem, was Ronald Henrici schrieb, sehen soll.

Deshalb braucht man auch keine Sperre. Ansonsten müsste ein Teil der heutigen Ausgaben der Presse in mit "Kommentar" übertitelten Spalten mit weißen Feldern geschmückt sein. Allgemein kann man das dann auch als Zensur bezeichnen. Und ich denke so weit sind wir noch nicht.

Eben solche Maßnahmen würden die Seriosität des Forums auf das Niveau einer nordkoreanischen Lokalzeitung bringen.

Sollte sich jemand persönlich angegriffen fühlen wird er sich sicher an entpsrechender Stelle melden und für Richtigstellung sorgen.

Solcena
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Solcena » Donnerstag 8. Dezember 2016, 09:52

Naja, dass Klais in Hamburg baut, könnte vielen Orgelinteressierten bekannt sein, nicht nur durch ausführliche Homepage- und TV-Beiträge, sondern auch z.B. durch einen eigenen Thread hier im Forum. Klais als Auftragnehmer dieses Prestigeobjekts zu bezichtigen, man habe gezielt an der Verrottung der Laeizhallenorgel gearbeitet, was für mich durch die Formulierung ein aktives Tun und nicht ein Unterlassen impliziert, ist wohl absurd. DAS darf man jedenfalls nicht äußern, wenn man keine Beweise beibringen kann.

Genauso abwegig ist der Gedanke, man hätte doch die alte Orgel - ein denkmalwürdiges ganz frühes Opus von Rudolf von Beckerath - mal eben so von seinem ihm zugedachten Platz entfernen und möglicherweise erweitert in einem völlig anders gearteten Raum wieder aufstellen können, zumal Herrn Henrici doch anscheinend an (Erhalt von insbesondere denkmalwerten und gelungenen) Saalorgeln gelegen ist.

Evtl. ist die Beckerath-Orgel jahrelang wenig in Veranstaltungen eingebunden gewesen, was man schon kritisch hinterfragen darf.
Zuletzt geändert von Solcena am Donnerstag 8. Dezember 2016, 12:53, insgesamt 7-mal geändert.

kernspalter
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von kernspalter » Donnerstag 8. Dezember 2016, 10:43

Holger hat geschrieben:Er nennt keine Namen
Das ist in dem Fall unerheblich. Wenn ich "die Bundeskanzlerin" oder "der amtierende Tübinger Universitätsmusikdirektor" schreibe oder "eine renommierte Bonner Orgelbaufirma", ist eindeutig klar, wer gemeint ist.
Ich denke dass unser Mitschreiber Ronald Henrici hier lediglich seine persönliche Meinung kund tut.
Und das ist legitim, das darf man.
Ich denke, daß unser Mitschreiber Ronald Henrici hier Tatsachenbehauptungen aufstellt. Und als solche möchte er sie auch gewürdigt wissen, das hat er zumindest bisher regelmäßig kundgetan:
http://forum.orgel-information.de/viewt ... chen#p4021
Ronald Henrici hat geschrieben:Meine Bemerkungen sind keinesfalls diffamierend und sprechen auch nicht gegen OBM Klais. es sind Tatsachen, die beweisbar sind !
(Hier wie in allen anderen Fällen hat Ronald Henrici auf meine Aufforderung, seine Behauptungen zu belegen, nicht reagiert.)

Meinungsäußerungen sind durch das Grundgesetz gedeckt. Wenn jemand z. B. der Meinung ist, daß Klais-Orgeln grauenhaft klingen, darf er diese Meinung ungestraft in Wort, Schrift und Bild öffentlich verbreiten. Tatsachenbehauptungen, die nicht beweisbar sind, sind jedoch justiziabel:

§ 186
Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

https://dejure.org/gesetze/StGB/186.html

Evtl. ist die Beckerath-Orgel jahrelang wenig in Veranstaltungen eingebunden gewesen, was man schon kritisch hinterfragen darf.
Etwas anderes ist aber die Behauptung, Klais habe "gezielt an der Verrottung der Musikhallenorgel gearbeitet".
Allgemein kann man das dann auch als Zensur bezeichnen. Und ich denke so weit sind wir noch nicht.

Eben solche Maßnahmen würden die Seriosität des Forums auf das Niveau einer nordkoreanischen Lokalzeitung bringen.
Ich plädiere ausdrücklich nicht für eine Sperre von Ronald Henrici und weiß es zu schätzen, daß unser Administrator nur selten eingreift. Aber manchmal ist es angebracht, Threads zu schließen und Beiträge zu löschen. (Beispiel: http://forum.orgel-information.de/viewt ... 58&start=0)

Und das hat nichts mit "Zensur" zu tun! (Von Vergleichen mit einem totalitären Regime ganz zu schweigen...)
Mit kernspalterischen Grüßen

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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von olds » Samstag 17. Dezember 2016, 08:19

So falsch ist der Henrici jetzt nicht unterwegs, also zumindest für meinen Geschmack. An anderer Stelle hier wurde doch öfters festgestellt, dass sich die Orgeln in Konzertsäalen mit einer gewissen Art des bewussten Nichtbeachtens konfrontiert sehen.

Betreffend Konzertsäale konnte man bei SWR2 Forum vor einigen Wochen übrigens eine interessante Diskussion hören, Konzertsaalbau ist ja derzeit ein wenig in Mode.

Einige Beiträge der Diskutierenden habe ich dabei doch durchaus so verstanden, dass mit dem Neubau nicht nur andere Räumlichkeiten bewusst vernachlässigt werden. Man kann auch einen Niedergang der künstlerischen Qualität beobachten.

Das gilt besonders für die großen Neubauten, die quasi "von oben herab" eine Stadt beglücken. Hier gibt es meist ein Management dass sich um Erfolgszahlen kümmern muss, es werden also berühmte Orchester engagiert und zwar so, dass der große Saal gut ausgelastet ist. Dies schafft man aber nur durch weichgespülte Programme. Die Konzertsäale verkommen also zu "Best of"- Bühnen.

Die gegenläufige Entwicklungen sind die kleinen Neubauten in kleineren Städten wo ein Kreis kunstinteressierter Bürger für "ihren" Konzertsaal gekämpft haben. Diese Säale fallen kleiner aus und werden eher zu einem Hort der anspruchsvollen Darbietung, gern auch mit bestimmten künstlerischen Schwerpunkten.

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Friedrich Sprondel
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Friedrich Sprondel » Dienstag 20. Dezember 2016, 13:32

olds hat geschrieben:… Einige Beiträge der Diskutierenden habe ich dabei doch durchaus so verstanden, dass mit dem Neubau nicht nur andere Räumlichkeiten bewusst vernachlässigt werden. Man kann auch einen Niedergang der künstlerischen Qualität beobachten.

Das gilt besonders für die großen Neubauten, die quasi "von oben herab" eine Stadt beglücken. Hier gibt es meist ein Management dass sich um Erfolgszahlen kümmern muss, es werden also berühmte Orchester engagiert und zwar so, dass der große Saal gut ausgelastet ist. Dies schafft man aber nur durch weichgespülte Programme. Die Konzertsäale verkommen also zu "Best of"- Bühnen.
Konzertsäle, vor allem neue, sind nun mal keine Selbstläufer. Da kommt es in meinen Augen vor allem auf die Arrangements zwischen der jeweiligen Kommune, den Veranstaltern und dem Management an, wenn das Programm nicht uninteressant werden soll. Aber ohne eigenes Saalmanagement geht es m. E. nicht.

Es stimmt aber, dass Saalauslastung mit Orgelprogrammen nicht leicht zu erzielen ist. Das geht nur, wenn die Orgel in andere, gut laufende Programme eingebunden ist, oder nach meist langjähriger Vor- und unausgesetzter Öffentlichkeitsarbeit. Die sollte nicht nur auf zahlendes Publikum, sondern auch auf Musiker zielen. Die muss man nämlich auch auf die Möglichkeiten einer großen Saalorgel aufmerksam machen.

Der Traum wäre natürlich eine großzügige Stiftung, die nicht nur für die regelmäßige Wartung samt Saal-Leerzeiten aufkommt, sondern auch z. B. für einen Orgeltag in der Woche, für Öffentlichkeitsarbeit, Drucksachen usw., einzurichten bei Auftragsvergabe. Aber das muss man erstmal bringen.

Viele Grüße
Friedrich Sprondel

Ronald Henrici
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Re: Neobarocke Orgeln

Beitrag von Ronald Henrici » Montag 24. April 2017, 20:36

Was Sprondel zum Konzertsaal mit Orgel schreibt, hat schon seine Berechtigung. Ein Orgeltag pro Woche läßt sich sicherlich kaum durchführen. Dazu sind die Mieten der Konzertsaalverwaltungen zu hoch.
Aber es gibt schon einen guten Versuch im Konzertsaal des Kurhauses Wiesbaden. Da findet regelmäßig eine Orgelmattinee statt.
Was den Konzertsaalorganisatoren gut zu Gesicht stünde: wenn sie so manchem Organisten, so mancher Organistin, die gern regelmäßig auf den Orgeln spielen würden, das Instrument und den Saal in den "freien Zeiten" kostenlos zur Verfügung astellen würden. So mancher würde - meine Person nicht ausgenommen - mit Kußhand dieses Angebot liebend gerne annehmen, allein um auch nur das Instrument regelmäßig zu spielen, sei es ohne sei es mit Publikum !!
Gruß
Ronald
he: Orgel spielen heißt:einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Ch.M.Widor)

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