Die besten Schuhe zum Pedalspielen

Diskussionen rund um Orgelneubau, Orgelrestauration, Register, Technik, usw.
Arne D.

Die besten Schuhe zum Pedalspielen

Beitrag von Arne D. » Montag 28. März 2011, 18:42

Hallo,
mal ein Frage:

Was sind die besten Schuhe zum Pedalspielen?
Sollen sie vorne irgedwie Spitz und hinten flach sein?
Damit man Hacke-Spitze-Hacke gut spielen kann.

Gibt es da irgendwelche besondere Schuhe?

Danke schonmal für die Infos.

perotin
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Re: Die besten Schuhe zum Pedalspielen

Beitrag von perotin » Montag 28. März 2011, 20:50

Arne D. hat geschrieben:Was sind die besten Schuhe zum Pedalspielen?
Sollen sie vorne irgedwie Spitz und hinten flach sein?
Damit man Hacke-Spitze-Hacke gut spielen kann.

Das wurde in einem anderen Forum schon öfters gefragt, und auch beantwortet:
www.clavio.de/forum/orgel-forum/

(ggfs. Suchfunktion benutzen mit "Schuhe" bzw. "Orgelschuhe")

Grüße,
perotin

Axel
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Beitrag von Axel » Montag 28. März 2011, 21:49

Ich spiele damit:
http://store.organmastershoes.com/
Größe großzügig wählen, sie fallen eher klein aus.

Grüße
Axel

jbraki
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Tanzschuhe

Beitrag von jbraki » Dienstag 29. März 2011, 14:01

Hallo, seit 25 Jahren Tanzschuhe von Zeller:

http://www.tanzschuhe.de/orgelschuhe

bei meinem schmäleren Füßen hab ich die Arezzo
Top Qualität

Gruß
jbraki

Arne D.

Beitrag von Arne D. » Dienstag 29. März 2011, 14:22

Okay.
Vielen Dank für die hilfreichen Links.
Werde mir das genauer anschauen.

@ perotin

sorry, das wusste ich nicht. :D

Hausorgler
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Beitrag von Hausorgler » Dienstag 29. März 2011, 22:04

Meine Lieblingsschuhe: Keine. Barfuß ist am besten.

perotin
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Orgelschuhe

Beitrag von perotin » Dienstag 29. März 2011, 22:33

Hausorgler hat geschrieben:Meine Lieblingsschuhe: Keine. Barfuß ist am besten.

Ach ja? Hab' ich noch nie bei einem halbwegs namhaften Organisten erlebt....

Wenn man alleine oder anderweitig "unsichtbar" ist, kann man natürlich machen, was man will. Spätestens bei Spieltischen, die für die Gottesdienstteilnehmer oder Konzertbesucher einsehbar sind, hört der Spaß aber auf...

@ Arne: "sorry" nicht nötig - man kann ja nicht alle Foren verfolgen ;-)

Bequeme Schuhe mit Absatz und Ledersohle, nicht zu schwer, Sohle nicht unnötig breit - das kommt dann schon hin. Wenn man solche Schuhe dann nur - oder fast nur - zum Orgelspielen verwendet, kann man sie viele Jahre lang benutzen (bei guter Qualität und Pflege).

Grüße,
perotin

Hausorgler
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Re: Orgelschuhe

Beitrag von Hausorgler » Dienstag 29. März 2011, 23:46

perotin hat geschrieben:
Ach ja? Hab' ich noch nie bei einem halbwegs namhaften Organisten erlebt....
Wenn man alleine oder anderweitig "unsichtbar" ist, kann man natürlich machen, was man will. Spätestens bei Spieltischen, die für die Gottesdienstteilnehmer oder Konzertbesucher einsehbar sind, hört der Spaß aber auf...
Echt? Manche haben Spaß daran:
http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438 ... ntent.html

Eine A-Musikerin erzählte mir neulich, daß sie es auch so mache, weil sie dann mehr Kontakt zum Pedal habe. Natürlich ist die nicht "namhaft". Ich bins auch nicht. Aber es kommt auf die Musik an, nicht auf die Optik.
Ich spiele nicht oft öffentlich, dann aber ehrenamtlich. Sollte wem meine Art nicht gefallen, dann würde ich darauf verweisen, daß man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut. Ich bin für die Musik da, nicht fürs Design. Und für meine regelmäßigen Orgelspielereien habe ich meine Hausorgel. Ich muß also nicht unbedingt in eine Kirche.
Bevor noch Interpretationen kommen: Nein, ich bin kein Barfußfetischist.

perotin
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Re: Orgelschuhe

Beitrag von perotin » Mittwoch 30. März 2011, 01:31

Hausorgler hat geschrieben:Echt? Manche haben Spaß daran:
http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438 ... ntent.html

Danke für den Link. Wäre noch interessant zu wissen, ob Iveta Apkalna immer barfuß konzertiert. Ich vermute eher nicht (lasse mich aber gerne eines besseren belehren).
Und ich bin nicht sicher, inwieweit das Publikum bei einem, sagen wir mal, männlichen Organisten mittleren bis höheren Alters den radikalen Schuhverzicht wirklich begrüßen würde ;-)
Aber es kommt auf die Musik an, nicht auf die Optik.
Jein. Je nach Situation...
Ich spiele nicht oft öffentlich, dann aber ehrenamtlich. Sollte wem meine Art nicht gefallen, dann würde ich darauf verweisen, daß man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut.

Das würde ich in der einen oder anderen Situation vielleicht auch sagen. Allerdings ließe sich damit im Prinzip fast alles "rechtfertigen": Es kostet nichts (oder wenig), also braucht es auch nicht viel zu taugen, wir brauchen uns eigentlich gar keine Mühe zu geben...
(Womit ich niemandem hier diese Einstellung unterstellen möchte!)

Den FAZ-Artikel finde ich übrigens nicht durchweg gelungen. Die ganzen ach so schüchternen, mausgrauen Organisten an ihrem Aschenputtel-Pfeifenhaufen -- doch endlich eilt SIE zur Rettung herbei!! Wie dumm, daß die bornierten Typen vom Fernsehen (ausgerechnet) es nicht gleich kapiert haben :-((

Nächtliche Grüße,
perotin

Hausorgler
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Beitrag von Hausorgler » Mittwoch 30. März 2011, 07:51

Ich sehe nicht, warum etwas nichts taugen soll, nur weil der Weg dahin vielleicht nicht der Konventionelle ist. Auch geschenkte Gäule können ganz ok sein.
Ob die Lettin immer so konzertiert ist mir eigentlich egal, auch ob der Artikel, den ich zitiere, gut ist, war nicht meine Fragestellung. Es sollte nur ein Beispiel sein, daß es das gibt. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich setzt die das auch als erotisches Argument ein, wie weiland Vanessa Mae ihr nass-durchsichtiges T-Shirt. Das ist mir auch klar.
Ich wollte keine Diskussion darüber anzetteln, ob das nun gut oder schlecht ist, sondern nur mitteilen, daß das meine bevorzugte Methode ist.

Wie immer in Internetforen wird aber sofort jede abweichende Position von irgendwem gewertet und dann mit allen möglichen Argumenten niedergebügelt. Kann man nicht einfach so etwas stehen lassen, ohne zu bewerten? Es muß das keiner nachmachen. Jeder sollte doch den Weg beschreiten, auf dem er sich am wohlsten fühlt und so für ihn zur bestmöglichen Musik führt. Und wenn ich mir so die diversen Sperenzien und Ärgerlichkeiten mancher Pfarrherren ansehen, die alle geduldig ertragen werden, ist ein barfüßiger Organist nun doch ein ziemlich kleines Thema.

C-Musiker
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Beitrag von C-Musiker » Mittwoch 30. März 2011, 11:14

Barfuß:

http://www.youtube.com/watch?v=Ra4kYAYCdeI
siehe ab 4:38 - der Rest ist natürlich auch sehens- und hörenswert.

http://www.youtube.com/watch?v=ToRyZNWGH6o
siehe z.B. ab 1:30 und ab 2:18 und ab 4:23

http://de.wikipedia.org/wiki/Rhoda_Scott

Hausorgler
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Beitrag von Hausorgler » Mittwoch 30. März 2011, 12:16

oh.. das kannte ich noch gar nicht. Danke für die Links.

Ippenstein
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Beitrag von Ippenstein » Mittwoch 30. März 2011, 14:20

Auf dem 25-tönigen Pedal einer Hammond zu spielen wird mit Schuhen recht eng. Ich spiele deshalb zuhause auch ohne Schuhe.

Grüße

Ippenstein

Ronald Henrici
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Beitrag von Ronald Henrici » Mittwoch 20. April 2011, 21:39

Als Prof. Hans Klotz in den 60 er Jahren in einer Kölner Kirche ein Orgelkonzert gab, fand er auch auf der Orgelempore ca 50 besucher vor, außer denen im Kirchenschiff. Er kam zum Spieltisch, zog seine Schuhe aus und spielte Bachs Toccata, Adagio und Fuge C - am Anfang das umfangreiche Pedalsolo - in Strümpfen !
Nach dem Konzert wurde er gefragt, warum er das tat. Einzige Antwort: "Das Pedalspiel wird sensibler"
Kein weiterer Kommentar !
Ronald
he: Orgel spielen heißt:einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Ch.M.Widor)

kernspalter
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Beitrag von kernspalter » Mittwoch 20. April 2011, 23:30

Das letzte Mal, als ich an einer fremden Orgel ohne Schuhe gespielt habe, habe ich mir dort einen schönen Spreißel in die große Zehe gerammt. Seither nehme ich immer meine Orgelschuhe mit.

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